„Eichenlaub“-Schützen starten

Nach einem Jahr Pause beginnt für die Saltendorfer die fünfte LG-Bundesligasaison. Zum Auftakt geht es gegen ein Urgestein der Liga.
Von Werner Artmann

Victoria Müller, Helmut Kächele, Claudia Brunner; Andreas Preis und Julia Moser halten der LG-Bundesliga-Mannschaft die Treue.
Victoria Müller, Helmut Kächele, Claudia Brunner; Andreas Preis und Julia Moser halten der LG-Bundesliga-Mannschaft die Treue. Foto: Werner Artmann

Nach einem Jahr Pandemieunterbrechung ist es endlich wieder soweit. Die Bundesliga-Schützen der SG „Eichenlaub“ Saltendorf starten am Wochenende in ihre fünfte Bundesligasaison bei der SSG Dynamit Fürth.

Das erste Match der neuen Saison geht gleich gegen ein „Urgestein“ der Liga, der SV Germania Prittlbach, die in den vergangenen Jahren immer für einen Finalplatz gut waren. Mit Platz acht in der Vor-Coronasaison blieben sie allerdings erstmals unter ihren Erwartungen zurück und hatten bis zum Schluss mit dem Nichtabstieg zu kämpfen. Verstärkt hat sich das Team mit dem 32-jährigen Franzosen Etienne Germond, der bereits bei einigen Weltcups, Europa- und Weltmeisterschaften Erfahrung sammeln konnte. Zudem stehen mit Martin Strempl, ein österreichischer Olympiateilnehmer, und mit der jungen Rebecca Köck, eine österreichische Nationalkaderschützin, zwei weiter Topschützen für die Ausländerposition bereit. Mit Sebastian Franz, Isabella Straub, Julia Bauer und Anna-Lena Geuther tritt man mit dem gleichen Kader wie aus der Vorsaison an.

Am Sonntag gegen den Favoriten

In der Sonntagspartie treten die Saltendorfer gegen den hochfavorisierten Meister der Vorrunde der 1. Bundesliga Süd, den SV Pfeil Vöhringen, an. Die Vöhringer, die in diesem Jahr Ausrichter des Bundesligafinales sind, wollen natürlich bei Ihrem Finale „dahoam“ unbedingt dabei sein und alles daransetzen, um die Meisterschaft mitspielen zu können.

Dafür hat der Verein zur neuen Saison kräftig investiert und nicht weniger als fünf hochkarätige Ausländer aus Indien, Iran, Russland, Ukraine und Ungarn verpflichtet, die alle entweder bei den letzten Olympischen Spielen in Tokyo dabei waren oder bereits WM- und Weltcuptitel errungen haben. Egal wer davon im Sonntag zum Einsatz kommt, für 400 Ringe ist jeder gut. Aber auch die heimischen Schützen stehen deren nichts nach. Michaela Kögl und Andreas Renz , beide Kaderschützen konnten in der vergangenen Saison mehrmals mit 399 Ringe aufwarten, Kögl sogar einmal die 400, gegenüber der letztjährigen Vorbereitung unverändert.

Mit Julia Moser an der Spitze, die in diesem Jahr ihren Rücktritt vom internationalen Schießsport bekannt gab und sich zukünftig nur noch der Bundesliga widmen wird, bleibt abzuwarten, ob sie das extrem hohe Niveau der letzten Jahre halten kann.

Ausländerposition unverändert

Mit den beiden Österreichern Alexander Schmirl und Nikolaus Blamauer sowie dem Ungarn Peter Somogyi bleibt die Ausländerposition unverändert. Claudia Brunner nutzte die Coronaunterbrechung optimal und greift mit der Motivation einer frischgebackene Mutter wieder ins Wettkampfgeschehen ein. Die Stützen im Team bleiben Helmut Kächele und Andreas Preis, die meist die entscheidenden Punkte holten. Mit Victoria Müller steht eine weitere Schützin zur Verfügung, die den Kader in der Breite verstärkt und Trainer Benjamin Moser taktische Möglichkeiten bieten wird. „Das wird ein schweres Auftaktwochenende, denn keiner weiß so recht, wo die Saltendorfer Mannschaft steht und wie sich die gegnerischen Teams entwickelt haben“, sagte der Teammanager Uwe Wachter. „Ich bin überzeugt, dass wir am ersten Wochenende topvorbereitet in die Begegnung gegen Prittlbach starten können,“ so das Statement von Trainer Benjamin Moser.

So läuft die Saison

  • Vorbereitung:
    Im Trainingslager konnten alle drei Vorbereitungswettkämpfen gegen SV Petersaurauch (2. Bundesliga) und „Hubertus“ Kastl (Ligakonkurrent aus der Opf.) gewonnen werden. Die Trainingsergebnisse und Formkurven haben sich die letzten Wochen kontinuierlich nach oben entwickelt.
  • Ausblick:
    Der diesjährige Heimkampf ist am 6. und 7. November in Teublitz. Nach den aktuellen Corona-Bestimmungen sind dann auch wieder Zuschauer zugelassen.